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Haltungsbedingungen |
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Die in der Literatur angegeben gängigen Wasserwerte sind ebenfalls stabil zu halten, sowie eine Temperatur von bis zu 29° C mögen diese Muscheln sehr gerne. Als Beispiel für ein korrekt ausgeleuchtetes Aquarium kann man das folgende Aquarium ansehen: Bei Aquarien mit über 70 cm Wasserstand empfiehlt es sich, die Leuchten mit 400 Watt HQI auszustatten. Bei HQI-Beleuchtung liegt die mittlere Leuchtdauer bei etwa 9 Stunden pro Tag und etwa 12 - 14 Stunden bei den T 5 Leuchtmitteln. Bei Beleuchtung mit T5 sollten sie mindestens 4 x 54 Watt, bei einer Beleuchtungszeit von ca. 12 Stunden. Bitte beachten Sie beim Kauf die Beleuchtung des Verkaufsaquarium, wurden die Tiere über längere Zeit nur unter T5 gehalten, sollten diese nicht sofort unter starke HQI-Brenner gesetzt werden, sondern langsam an die neue Situation gewöhnt werden. Dies kann durchaus einige Wochen in Anspruch nehmen. Durch die Änderung der wichtigsten Parameter wie Licht- und Wasserwerte sowie dem Transport verlieren die Muschel etwas von Ihrer Farbigkeit und Brillanz, nach erfolgreicher Eingewöhnung wird dies aber bald wieder zu sehen sein. Geben Sie in dieser Zeit ein geeignetes Jod-Präparat wie z.B. UltraJod, Tropic Marin Cure oder Betaisodona-Lösung zu. Wichtig bei Joddosierung ist das Sie sich an die angegeben Dosierungen halten und in dieser Zeit keine starke Kohlefilterung oder Ozonzufuhr betreiben. Haben Sie sich eine neue Muschel gekauft Überprüfen Sie regelmässig ihre Reaktionen auf Licht und Bewegung. Eine gesunde Muschel reagiert sofort auf Bewegung oder Berührung, indem sie schnell ihre Schalen schliesst. Frisch importierte und transportierte Muscheln neigen dazu, langsam zu reagieren. Im Laufe der nächsten Tage sollte sich das aber deutlich bessern. Wenn dies nicht der Fall ist, suchen sie der Muschel einen neuen Standort. Die Byssusdrüse muss unbeschädigt sein. Sie sollten keine zerrissenen oder losen Fäden sehen, die von der Unterseite der Muschel hängen. Bei den Muscheln mit grosser Byssusöffnung wie bei T. crocea kommt es eher zu Beschädigungen wie dies z.B. bei T. derasa oder T. maxima der Fall ist. Beim Kauf sollte immer der "Fuss" der Muschel kontrolliert werden und nur einwandfreie Tiere kommen für einen Kauf in Frage. Einige Byssus-Fasern können sichtbar sein, aber es sollte kein festes Sekret sein, welches lose von der Muschel hängt. Eine Drüsenbeschädigung ist nicht immer sichtbar und vor allem Infektionen lassen die Muscheln scheinbar plötzlich und ohne Grund noch nach Wochen sterben. Beschädigungen des Mantels oder der Byssus-Drüse sowie dem Fuss müssen nicht immer tödlich sein. Unter optimalen Bedingungen können sich Muscheln gut regenerieren. Besonders gut haben sich hierbei Bäder in Ultramin bewährt.
Eine gute Weise, Ihre Muscheln zu präsentieren ist, dass Hältern der Muschel in Kies gefüllten Dosen oder Schalen. In diesen Dosen können sich die Muscheln optimal zum Licht ausrichten und es entsteht kein Schaden, wenn diese mit angehefteten Kies verkauft werden. Kontrolle bei Muscheln Bei den Farmkorallen sind die Muscheln einer ständigen Gesundheitskontrolle unterlegen, die garantieren soll, dass keine Parasiten die kleinen Muscheln oder die Brutstocktiere gefährden. In den Farmen wird dazu das geförderte Wasser vorher durch Mikrofiltration von potenziellen Parasiten gereinigt. Es gibt trotzdem einige Parasiten, auf die sie achten sollten: Es gibt einige parasitische Schnecken, die Sie an Ihren Muscheln finden können. Sammeln Sie diese Schnecken zügig ab. Die Schnecken werden bis zu 2,5 mm lang und richten enormen Schaden an. Achten Sie auch auf geleeartiges Gewebe, welches die Eikapseln dieser Schnecken sein können und entfernen Sie diese ebenfalls. Ein bekannter Muschelschädling sind die Schnecken der Familie Cymatiidae. Vor allem für die Zuchtfarmen sind diese Schnecken trotz der Filtration des zugeführten Wasser ein grosses Problem. Da diese Schnecken sehr verbreitet sind, ist ein Einschleppen mit Lebenden Steinen möglich. Es sind derzeit keine effektiven Fressfeinde bekannt. Die Larven der Schnecken befallen die Muscheln durch die Byssusöffnung und siedeln sich zwischen Schale und Gewebe ein. Die Muschel versucht nun mit Ihren Abwehrschleim die Schnecke zu vertreiben. Die Muschel reagiert ansonsten kaum mit leicht geschlossenem Mantel. Die Muschel versucht nun die Schnecke wie eine Perle mit Perlmutt zu umgeben, um sie unschädlich zu machen. Später öffnet sich die Muschel weit und stirbt. Die Schnecke verlassen nun die Muschel auf der Suche nach neuen Opfern. Findet sie ein neues Tier, wartet sie an der Byssusöffnung ab, bis sich die Muschel bewegt und schiebt sich dann unter das Tier. Dabei frisst sie vom Byssus-Gewebe und setzt ihre Eier dort ab. Grosse Muscheln werden fast nie befallen, da diese Tiere zu schwer für die Schnecken sind und sich auch nicht mehr bewegen. Andere Schnecken, die sich ebenfalls von den Muschel ernähren, sind: Glasrosen kennt so gut wie jeder Aquarianer. Über diese kleinen Plagegeister ist genug geschrieben worden, wie man sie loswerden kann, so dass ich hier nicht näher dazu eingehen muss. Durch zu starke Vernesselung können die Muscheln bei starkem Befall von Glasrosen getötet oder sehr gestresst werden, was die Muschel auf Dauer sehr hemmt. Entfernen Sie auf alle Fälle diese Anemonen aus Ihrem System. Die ebenfalls bekannten Anemonia cf. majano sind genauso aggressiv und man sollte die Muschel gleichfalls davor schützen. Höhere Algen wie Caulerpa bedrängen Riesenmuscheln ebenfalls und reizen diese sehr bzw. nehmen ihr das Licht, wenn sie überwachsen wird. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Rhizoide der Caulerpena nicht die Muschel unterwandern.
Es sind leider kaum Informationen zu diesen Krankheitserreger zu finden, nur eine ähnliche Erkrankung bei Austern ist besser untersucht. Borstenwürmer sind fleischfressende Tiere oder Allesfresser und haben starke Kiefer. Die kleinen Borstenwürmer in den Riffaquarien sind harmlos und werden kaum eine Muschel schädigen. Die grossen Feuerborstenwürmer, vor allem aus den Gattungen Eunice und Nereis, machen allerdings vor keiner Muschel halt. Es gibt auch spezielle Würmer, die sich durch die Muschelschalen bohren und dann die Muschel mit einem Sekret abtöten, um diese dann aufzufressen. Die ersten Angriffe kann die Muschel mit einer Kalk-Matrix abwehren und die Löcher wieder schliessen. Bei massiven Angriffen wird die Muschel aber früher oder später an einer Infektion eingehen. Kleine weisse Punkte, das sogenannte White-Spot-Syndrom, wurde erstmals 1994 entdeckt und als eine Protozoen-Infektion identifiziert. Auf den Muscheln können Sie die kleinen weissen Punkte leicht auf den Mantellappen entdecken. Mit Hilfe grosser Dichteschwankungen können Sie den Erreger erfolgreich bekämpfen. Ohne geeignete Massnahmen ist der Erreger fast immer tödlich. Bitte achten Sie darauf, keine grossen Lippfische, Kaiserfische, Drücker und Feilenfische etc. zu halten, da diese gerne an den Muscheln zupfen oder diese fressen. Das häufigste Krankheitsbild bei Muscheln ist das Ausbleichen. Bekannte Ursachen sind:
Alle diese Punkte können zu einem Ausbleichen und somit dem Tod der Muschel führen. Bei ausgebleichten Muscheln gibt es einen Trick, diese noch zu retten: Luftblasen Bei massiven Auftreten von feinsten Luftblasen im Aquarienwasser kann es ebenfalls zu Verlusten kommen, da sich die Blasen in der Muschel ansammeln können. Die Muschel ist nicht immer in der Lage diese Luftblasen zu entfernen oder diese zu resorbieren. Sie wird längerfristig daran eingehen. Löcher in der Schale Desöfteren kann man feine Löcher in den Schalen der Muschel entdecken. Diese kleinen Löcher von etwa 1 mm Durchmesser können von Bohrschwämmen kommen, die sich in die Schale bohren. Mir ist hierbei aufgefallen, dass eine zu hohe Nährstoffkonzentration die Entwicklung dieser Schwämme begünstigt. Bei abgestorbenen Tieren kann man ein feines Netz im Innern der Muschelschale sehen. Wenn man ein solches Tier hat oder eine Befall vermutet, dann kann ein Abwaschen der Schale mit Süsswasser helfen. In extremen Fällen kann die Muschelschale mit Formalin behandelt werden. Sie finden eine geeignete Anleitung zur Behandlung mit Formalin in Daniel Knops Muschelbuch Daehne Verlag. Symbiotische Garnelen der Familie Palaemondidae (Gattungen Anchistus, Conchodytes und Paranchistus) oder kleinen Krabben der Familie Pinnotheridae können innerhalb der Muschel leben und sind in den grösseren Muscheln ab und an sichtbar. Was sie für die Muscheln tun und von was sie sich ernähren, ist weitgehend unbekannt. Parasitische Krabben, wie Xantidae und Portunidae, ebenso wie räuberische Einsiedlerkrebse können Muscheln sehr gefährlich werden. Immer wieder wird beschrieben, dass um den Fuss der Muschel ein leicht brauner oder weisser Schleim gesehen wird. Dies ist ein Abwehrschleim, den die Muschel produziert. Vor allem nach dem Transport, aber auch bei Stress kann dies passieren. Muscheln können ihre Schalen mit erstaunlicher Kraft schliessen und eine überraschende Menge Wasser herausschleudern. Wenn Sie eine Muschel aus dem Wasser nehmen, kann dadurch Ihre Beleuchtung unter Wasser gesetzt werden.
Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung C.Schuhmacher |
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